Insel & Regeln

Kontrollen an der Playa de Palma: Polizei kassiert 18 Lautsprecher ein und räumt improvisierte Bars

15. September 2026

An der Playa de Palma geht die Polizei weiter gegen störendes und unerlaubtes Verhalten am Strand vor. Bei einer dreitägigen Sonderkontrolle zwischen dem 11. und 13. September 2026 wurden insgesamt 24 Anzeigen aufgenommen und 18 Lautsprecher beziehungsweise Musikanlagen beschlagnahmt.

Doch zu laute Musik war längst nicht alles, womit sich die Beamten beschäftigen mussten. Auf dem Strand wurden außerdem private Pavillons abgebaut, große aufblasbare Gegenstände aus dem Wasser entfernt und sogar improvisierte Bars für Trinkgelage entdeckt.

18 Lautsprecher beschlagnahmt

Ein Schwerpunkt der Kontrollen des für Tourismus zuständigen Polizeidienstes SETUR lag auf der Lärmbelästigung am Strand.

Die Beamten trafen auf mehrere Personen, die leistungsstarke Lautsprecher und Musikanlagen mit hoher Lautstärke betrieben. Insgesamt wurden 18 Geräte eingezogen.

Die Verantwortlichen wurden identifiziert und entsprechende Verfahren eingeleitet.

Gerade für Urlauber zeigt die Aktion, dass auch am touristisch stark frequentierten Strand der Playa de Palma die Regeln zur gegenseitigen Rücksichtnahme kontrolliert werden.

Touristen bauten sich eigene Bereiche am Strand

Bei den Kontrollen stießen die Beamten zudem auf Gruppen, die größere Pavillons beziehungsweise Faltzelte auf dem Sand aufgebaut hatten.

Damit wurden Bereiche des öffentlichen Strandes praktisch für die eigene Gruppe abgegrenzt. Die Polizei wertete dies als unzulässige Nutzung des öffentlichen Raums und ließ die Konstruktionen abbauen.

Auch im Wasser mussten die Beamten einschreiten. Mehrere besonders große aufblasbare Wasserspielgeräte wurden entfernt, weil sie andere Badegäste behinderten und nach Einschätzung der Polizei ein Sicherheitsrisiko darstellten.

Improvisierte Bars für Trinkgelage entdeckt

Noch ungewöhnlicher waren Konstruktionen, die direkt auf dem Sand errichtet worden waren.

Aus Holz hatten Gruppen improvisierte Bars aufgebaut, die für gemeinsame Trinkgelage genutzt wurden. Auch diese Einrichtungen wurden von der Polizei beseitigt.

Problematisch waren dabei nicht nur der Alkoholkonsum und die unerlaubten Konstruktionen. Rund um die Treffpunkte hatten sich größere Mengen Müll angesammelt.

Besonders zahlreiche Glasflaschen bereiteten den Beamten Sorgen. Zurückgelassenes Glas im Sand kann schließlich für andere Strandbesucher zu einer erheblichen Verletzungsgefahr werden.

Regeln an der Playa de Palma werden weiter kontrolliert

Die Playa de Palma gehört mit Bereichen wie El Arenal, Can Pastilla und dem als Ballermann bekannten Abschnitt zu den am stärksten besuchten touristischen Zonen Mallorcas.

Seit Jahren versuchen Stadt und Polizei, Auswüchse des Partytourismus einzudämmen und gleichzeitig die Interessen von Urlaubern, Anwohnern und Gastronomie miteinander zu vereinbaren.

Die aktuelle Aktion zeigt, dass sich die Kontrollen dabei nicht nur auf klassische Trinkgelage konzentrieren. Auch übermäßiger Lärm und die eigenmächtige Belegung öffentlicher Strandflächen geraten zunehmend ins Visier.

Für Urlauber bedeutet das vor allem: Musik am Strand sollte so genutzt werden, dass andere Badegäste nicht gestört werden. Größere Aufbauten oder Aktionen, die öffentliche Strandflächen praktisch privatisieren, können ebenfalls ein Einschreiten der Polizei zur Folge haben.